Leistungskurse Erdkunde informierten sich über erneuerbare Energien

Auch wenn im aktuellen Wahlkampf das Thema „Erneuerbare Energien“ im Vergleich zu anderen Themen eine eher untergeordnete Rolle spielt, so ist es dennoch ein wichtiges für Gegenwart und Zukunft. Daher unternahmen die beiden Leistungskurse Erdkunde der MSS 13 eine Exkursion in die Verbandsgemeinde Hachenburg, um mit verschiedenen Experten darüber ins Gespräch zu kommen. Den Beginn machte die Atzelgifter Mühle, wo seit rund 100 Jahren Strom durch Wasserkraft erzeugt wird. Hannes Fiebig, Eigentümer der Mühle, demonstrierte den Kursen anschaulich die Funktionsweise der Stromerzeugung und stellte seine Pläne zur Umgestaltung der Mühle vor.

Anschließend erläuterten Alina Giehl und René Gilardi der Gruppe die Funktionsweise des Nahwärmekraftwerks in Hachenburg, das unter anderem das Krankenhaus, das Schwimmbad und das Schloss versorgt. Zur Erzeugung der Energie werden überwiegend regional erzeugte Hackschnitzel verwendet, für Extremfälle stehen auch Gas und Öl zur Verfügung. Eine erstaunliche Erkenntnis war, dass beim Transport lediglich 5-8% der Energie verlorengehen.

Das Engagement der Verbandsgemeinde Hachenburg und ihrer Ortsgemeinden stellten Dr. Timo Karl, Nachhaltigkeitskoordinator der VG, und Armin Teutsch, Sachgebietsleiter für Umwelt und Natur der VG, vor. Sie verwiesen auf die 30 bestehenden Windkraftanlagen in der VG und erkundeten gemeinsam mit den Schülern die Gründe, warum im gesamten Landkreis Altenkirchen im Vergleich dazu nur acht Anlagen stehen. Auch die Freiflächenfotovoltaikanlagen wurden diskutiert. Darüber hinaus stellten Dr. Karl und Herr Teutsch die aktuellen Bemühungen zur Gründung einer Energiegesellschaft unter Beteiligung der Verbandsgemeinde, der Ortsgemeinden und der Bürger vor. In der anschließenden Diskussion wurde gerade die Bürokratie als große Hürde für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Klimaneutralität angesehen. Armin Teutsch betonte in diesem Zusammenhang: „Wir müssen uns gehörig anstrengen.“, womit eine äußerst informative und abwechslungsreiche Exkursion endete.

Atzelgifter Mühle

Nahwärmekraftwerk Hachenburg

 

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